Amaryllis

Die Gattung Amaryllis beinhaltet die zwei Arten A. belladonna und A. paradisicola. Beide sind in Südafrika beheimatet und als Belladonnalilien* bekannt.

amaryllis belladonna

Amaryllis belladonna Pflege
  1. Standort: sonnig, am besten vom Frühjahr bis Herbst am vor Regen geschützten Standort im Garten oder auf dem Balkon
  2. Substrat: Blumenderde-Tongranulat-Mix, Kakteenerde
  3. Gießen: durchdringend während der Wachstumszeit, mäßig bis ganz trocken in der Ruhezeit
  4. Düngen: gelegentlich während der Wachstumszeit
  5. Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig, 10-15 Grad im Herbst/Winter

Besonderheiten

Im Gegensatz zu den Hippeastrum-Arten, zieht Amaryllis belladonna ihre Blätter während des Sommers ein. Ihre Wachstums- und Blütezeit erstreckt sich vom Herbst bis in den Frühling. Im Frühjahr gekaufte Zwiebeln bilden also nicht sofort Blätter oder Blüten aus, das geschieht erst ab August/September.

Eintopfen kann man sie aber trotzdem, sodass sie genügend Zeit zum Anwachsen hat. Bis zum beginnenden Austrieb reichen gelegentliche Wassergaben, die Erde sollte dazwischen immer austrocknen dürfen.

Standort

Ideal während der Wachstums- und Blütezeit ist ein Standort, an dem sie für mindestens 4 Stunden täglich Sonnenlicht erhält. Ruhende Zwiebeln können dunkel stehen.

Substrat

Das Substrat sollte gut durchlässig sein. Ich verwende eine Mischung aus Blumenerde und Tongranulat im Verhältnis 1:1. Es kann aber auch handelsübliche Kakteenerde zum Einsatz kommen.

Gießen

Gegossen werden kann während der Wachstumszeit, also wenn sie Blätter oder Blüten ausbildet, durchdringend. Sie erhält dann soviel Wasser, bis das Substrat nichts mehr aufnimmt. In den Untersetzer/Übertopf ablaufende Reste werden nach einigen Minuten entfernt, denn Staunässe kann zum verfaulen der Zwiebeln führen. Vor der nächsten Wassergabe darf die Erde austrocknen.

belladonnalilie

Düngen

Der Nährstoffbedarf der Belladonnalilie ist nicht besonders hoch. In den Jahren, in denen ich nicht umtopfe, verabreiche ich mit dem beginnenden Austrieb im Spätsommer 1- bis 2-mal Flüssigdünger.

Wird sie jährlich umgetopft oder zumindest die Hälfte der Erde erneuert, muss nicht zusätzlich gedüngt werden. Blumenerde sind vorgedüngt.

Überwintern

Um Geilwuchs, also extrem lange und dünne Blätter zu vermeiden, sollte Amaryllis belladonna nicht zu warm überwintert werden. Bei mir hat sich ein Südfenster mit Temperaturen zwischen 15 und 18 °C bewährt. Es geht aber auch kühl, zwischen 5 und 10 °C. Je kälter die Pflanze platziert ist, desto weniger muss gegossen werden. Ein kühler Standort in Kombination mit dauerfeuchtem Substrat kann zum Verfaulen der Zwiebel führen.

* Mit den „echten“ Lilien, also den Mitgliedern der Gattung Lilium, ist die Belladonnalilie nicht verwandt.