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Pflege

Diese Pflegeanleitung bezieht sich auf die Hippeastrum-Hybriden, also die Pflanzen, die vom Herbst bis zum Frühjahr in Supermärkten, Gartencentern und Discountern zu erhalten sind.

Amaryllis (Hippeastrum) Pflege

  1. Standort: im Zimmer sonnig und hell, während des Sommers auf dem Balkon oder im Garten auch halbschattig, aber vor Regen geschützt
  2. Gießen: durchdringend während der Wachstumszeit, mäßig bis ganz trocken in der Ruhezeit
  3. Dünger: halbkonzentriert, Flüssigdünger monatlich, Stäbchen
  4. Substrat: Blumenderde, Kakteenerde
  5. Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig, 10-15 Grad im Herbst/Winter

Standort

Im Haus ist ein sonniger Standort ideal, gerne mit sommerlicher Mittagssonne. Übersommert werden kann im Garten oder auf dem Balkon. Dort eignet sich auch ein halbschattiges, vor allzuviel Regen geschütztes Plätzchen.

Um Blattverbrennungen zu vermeiden, sollte man die Pflanzen aber langsam an die direkte und nicht mehr durch ein Fenster gefilterte Sonne gewöhnen. Wenn die Temperaturen beginnen, dauerhaft unter zehn Grad abzufallen, kommen sie wieder ins Haus.

Werden sehr lange und dünne Blätter ausgebildet, die umknicken, dann wurde ein zu dunkler Standort gewählt.

Erde & Pflanztiefe

Als Substrat eignet sich Einheitserde oder handelsübliche Kakteenerde. Ich habe verschiedene Mischungen im Einsatz. Sehr gut funktioniert zum Beispiel eine Mixtur aus zwei Teilen Blumenerde und einem Teil Tongranulat oder Bimskies.

zwiebel

Um Fäulnis vorzubeugen, lässt man die Zwiebel ungefähr zur Hälfte oder zwei Dritteln aus der Erde ragen.

Gießen

Gegossen werden können die Hippeastrum-Hybriden während der Blüte- und Wachstumszeit durchdringend. Sie erhalten dann soviel Wasser, bis das Substrat nichts mehr aufnimmt. In den Untersetzer/Übertopf ablaufende Reste werden nach einigen Minuten entfernt, denn Staunässe kann Wurzelfäule verursachen. Bis zur nächsten Wassergabe darf die Erde dann gut an-, aber nicht völlig austrocknen.

Düngen

Zum Düngen eignen sich Flüssig- oder Langzeitdünger (Stäbchen), jeweils in der halben Konzentration. Wird jährlich umgetopft, ist keine Düngung nötig. Pflanzen, die schon seit längerer Zeit in der selben Erde wachsen, kann man während der Wachstums- und Blütezeit einmal im Monat halb konzentrierten Flüssigdünger verabreichen. Oder alle zehn bis zwölf Wochen Stäbchen, ebenfalls in der halben Konzentration.

Nach der Blüte

Der Blütenstängel kann abgeschnitten werden, wenn er vertrocknet ist. Die Blätter werden an der Pflanze belassen.

Die Amaryllis zum Blühen anregen

Um Hippeastren zum Blühen zu bringen, wird gemeinhin empfohlen, ihnen im Herbst eine mehrwöchige wasserlose Ruhezeit zu gönnen. Das kann man so machen, muss man jedoch nicht, denn sie lassen sich auch immergrün kultivieren.

Die sichere Methode

Ab September werden die Wassergaben langsam bis auf null reduziert, es wird nicht mehr gedüngt. Sind die Blätter vertrocknet, dann können sie entfernt werden. Jetzt beginnt die sechs- bis achtwöchige Ruhephase der Zwiebel. Während dieser Zeit hält man sie völlig trocken, sie kann dunkel platziert werden, bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad.

Nach dieser Ruheperiode wird umgetopft und die Pflanze kommt wieder an einen warmen und hellen Standort. Bis sich die ersten Blütenansätze zeigen, sollte sparsam bis nicht gegossen werden, denn sonst kann es passieren, dass nur Blätter ausgebildet werden. Bei mir hat sich die folgende Methode bewährt: nach dem Eintopfen wird einmal kräftig gewässert, die nächste Wassergabe erfolgt erst, wenn sich Blütenknospe zeigt.

Die sanfte Methode

Ab Oktober/November wandert die Amaryllis an ein etwas kühleres, gerne auch halbschattiges Plätzchen, bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Gut eignet sich auch ein Standort mit unterschiedlichen Tages- und Nachttemperaturen. Dort hält man sie so gut wie trocken, gießt nur schlückchenweise und gerade soviel, dass ihre Blätter nicht verwelken und gelb werden.

Nach acht bis zwölf Wochen kommt sie dann zurück an ihren angestammten Platz. Jetzt wird sie einmal kräftig gewässert und, falls nötig, umgetopft. Sobald sich die Knospenspitze zeigt, kann gegossen werden wie oben beschrieben.

Video: Hippeastrum cybister – Amaryllis